Archive for the ‘Farmer British’ Category

English Snacking (Englisch schnacken)

16. Januar 2010

In der Annahme, dass ich nach meinem Englandaufenthalt so gut englisch spreche, dass einem Muttersprachler mein Ausländertum nicht auffällt, kam ich her. Von dem Perfektionsanspruch muss ich mich wohl verabschieden, aber immerhin merke ich jetzt, nach meinem Deutschlandbesuch, dass ich englischer klinge als noch im August. Außerdem fällt mir nach der Sprachpause auf, dass ich die Leute hier viel besser verstehe – meine nordirische Mitbewohnerin zum Beispiel muss mir nicht mehr alles zwei Mal sagen. Dafür findet sie es umso merkwürdiger, wenn ich ihr meine Sprachbeobachtungen zuteil werden lasse und von Diphthongen erzähle, die sie anders ausspricht als die Briten. (Den Unterschied hört sie auch beim fünften Mal nicht raus.)

Bestimmt haben schon tausend Menschen vor mir ganze Bücher über diese Unterschiede geschrieben, und in Stus Vorlesung wurde sicher schon alles erwähnt, was mir jetzt auffällt, aber es macht viel mehr Spaß, sowas nicht nur aus Lehrbüchern zu erfahren. Statt Englischunterricht gibt’s für meine Schüler dann mal jahrelange Auslandsaufenthalte.

PS: I have set me homely to the goal, somewhen to speak so good English how our twittering outsideminister, Mr. Westerwave. But I must bethink, that it is common in Germany German to speak, also too in the class. Also however no stay abroad for my pupils.

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Baby, You Can Drive My Mähdrescher

10. Oktober 2009

Der folgende Song wurde mir von einem Exeter-Ureinwohner empfohlen, um die Eigenarten des Dialekts herauszuhören. Ist wohl kein spezifisches Devon-English, sondern eine übertriebene Darstellung südwestlicher Dialekte, aber so genau weiß ich das auch nicht…

Anyway, nice song (and quite well-known in Devon/Cornwall), listen to it!

Ansonsten lautet das Zauberstichwort für diese Gegend „Cider“ – schmeckt mit Schwarzer-Johannisbeere-Sirup besonders gut, ist ansonsten so ’ne Art Apfelmost. Oh Gott, kein Wunder fühl ich mich hier so wohl, das ist ja wie im Schwabenland. Mähdrescher und Apfelmost… und Jammern über Straßenbahnen:

Lingua Loca

5. Oktober 2009

Meine sprachliche Situation sieht derweil so aus:
I’m always tempted to write this blog and all the mails in English, but shortly before I think the sentence zu Ende, schalte ich noch schnell auf deutsch um und schreibe dann auch auf deutsch.
Die Leute um mich rum sprechen wirklich vorzüglichstes British English, da könnte ich stundenlang zuhören. Muss ich ja schließlich auch. Und ehrlich gesagt ist das nach einer Weile schon anstrengend. Wenn Leute schnell quasseln und ich abschalte, weil ich etwas erschöpft bin (mir wäre gerade schier nicht der deutsche Begriff eingefallen, kaum zu glauben), merke ich oft gar nicht, dass mir eine Frage gestellt wurde.

Je länger der Tag ist und je später die Stunde, desto furchtbarer und deutschgeprägter wird mein Englisch. Dafür kommt es immer wieder vor, so wie gerade eben, dass mir deutsche Begriffe partout nicht einfallen wollen, wenn auch nur vorübergehend. Würde mich ja mal interessieren, ob das meinen geradeinenglandseienden Freunden auch so geht.

What do you likch?

1. Oktober 2009

Ich muss da mal was festhalten, was mir bei meiner Mitbewohnerin aus Cornwall aufgefallen ist: Immer, wenn das letzte Wort eines Satzes oder einer Frage mit k oder t endet, „schießt“ sie die Konsonanten „ab“.

Beim k klingt das dann, als würde sie hinter das k noch ein ch setzen (im Deutschen wäre das eine Mischung aus dem ch bei ich und dem ch bei ach; es wird dort gebildet, wo auch das deutsche j gebildet wird). Man könnte es vielleicht als kurzes, flaches k beschreiben… lässt sich jetzt wahrscheinlich schwer vorstellen. Ich glaube, Kinder machen dieses Geräusch, wenn sie sprechen lernen.

Das t klingt einfach sehr kurz und scharf. Ich glaube, der Unterschied ist, dass wir, wenn wir k oder t aussprechen, (nur die Konsonanten, nicht etwa [te:]), noch ein kleines h dranhängen. Und das ist bei dieser südenglischen Variante, zumindest beim t, nicht der Fall – es wird also der „reine“ Konsonant gesprochen.

Anscheinend wird das nicht nur in Cornwall so ausgesprochen – Lenis Mitbewohnerin, die aus der Gegend südlich von Manchester stammt, macht das auch.

Meine sprachliche Zukunft

22. August 2009

So wird mein Englisch vielleicht in einem Jahr klingen: